Was gehört zu einem Gründungsfest dazu? Natürlich ein Festplatz mit dem dazugehörigen Zelt, ein gestandener Festwirt, mehrere Bands, Musikapellen und natürlich sollte auch das Wetter mitspielen. Während Köschings Floriansjünger beim letztgenannten Punkt auf ihr Gottvertrauen setzen, sind alle anderen Themen bereits so gut wie in „trockenen Tüchern“. „Naja, fast.“, wie Vizevorsitzender Stefan Lechermann einwirft. Um gebührend feiern zu können, fehlt der Stützpunktwehr nämlich noch etwas ganz Elementares: ein Patenverein.

Kniend brachten die Führungskräfte der Feuerwehr Hepberg ihre Bitte zur Übernahme der Patenschaft vor. Dies wurde aufmerksam von den Köschinger Vorsitzenden und Kommandanten im Hintergrund mitverfolgt. Demnächst wird es umgekehrt sein.

Dieses Bild könnte auch beim nächsten Patenbitten genau so entstehen: Die Führungskräfte beider Wehren haben im Oktober 2019 auf den geschmückten Saugschläuchen Platz genommen, während ihnen die beiden Festdamen-Gruppen den Rücken stärken.

Doch auch für diesen Fall ist bereits eine Lösung in Sicht, wie der zweite Vorsitzende mit einem Augenzwinkern erzählt: „Unsere Nachbarwehr aus Hepberg wäre gar nicht abgeneigt.“ Immerhin eint beide Wehren die Zusammenarbeit bei Einsätzen: Vor allem mit ihrer Drehleiter rückt die Köschinger Wehr oftmals zur Unterstützung in die Nachbargemeinde aus. Ein besonderes Band verbindet beide Wehren seit Oktober 2019, als die „Mantelflicker“ das Patenamt zum 150-jährigen Gründungsfest der Hepberger – also der „Stoabeißer“ – übernahmen.

Auch wenn die Vorzeichen damit sehr gut stehen, wird eine Zusage erwartungsgemäß nicht allzu schnell fallen. Denn nach altem bayerischem Brauch müssen Köschings Feuerwehrler erst ganz offiziell in kniender Form um die Übernahme der Patenschaft bitten. Dass dies mit der Erfüllung einiger Aufgaben und einer gscheid´n Brotzeit einhergeht, ist den „Antragstellern“ schon jetzt bewusst.

Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, wann das Patenbitten stattfinden kann. Wie bei so vielen anderen Anlässen, lässt auch hier die Corona-Pandemie alle Beteiligten im Ungewissen. Allerdings geben die baldigen Geburtstagskinder die Hoffnung nicht auf – ebenso wie beim Wetter.