28.04.2019 – Mit La Ola-Welle und Feuershow begrüßte die Feuerwehr Kösching am Freitagabend ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug. Stolz und freudestrahlend wurde der Neuzugang von den Aktiven genau unter die Lupe genommen. Vorausgegangen waren diesem Gänsehautmoment drei intensive Jahre mit Ausschreibungsarbeiten, Abstimmterminen und natürlich dem Bau des Fahrzeugs.

„Alles begann mit den Handzeichen der Marktgemeinderäte“, erinnert sich Kommandant Jürgen Meier zurück. So hatte dieses Gremium im Frühsommer 2017 einstimmig für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für die Stützpunktwehr gestimmt. Seither wurden viel Arbeit, Zeit und Nerven investiert, wie der Kommandant deutlich macht: „Ein neues Feuerwehrfahrzeug kann man nicht einfach im Katalog bestellen – hier bedarf es einer gründlichen und zeitintensiven Vorbereitung.“ Dies wird deutlich, wenn man einen Blick auf die rund 600 investierten Arbeitsstunden wirft, die das fünfköpfige Projektteam aufgewendet hat.

Ebenso umfangreich wie die geleisteten Dienststunden waren die Ausschreibungsunterlagen, die von Jürgen Meier, Markus Würzburger, Christian Ampferl, Helmut Klotz und Stefan Lechermann angefertigt worden waren. Das vielseitige Werk wurde vorab von einem Rechtsanwalt geprüft. „Für die europaweite Ausschreibung mussten wir auf Nummer sichergehen, dass alles regelkonform vonstattengeht“, wie Stefan Lechermann erklärt. Daher fieberten alle gespannt der Angebotseröffnung im Frühjahr 2018 entgegen: Unter den eingereichten Angeboten hatten sich deutlich drei Firmen herauskristallisiert. So wurde Mercedes-Benz mit der Lieferung des Fahrgestells betraut, während die Firma Magirus für die Fertigung des feuerwehrtechnischen Aufbaus zuständig war. Die Lieferung der Beladung übernahm wiederum die Firma Jahn.

Nach weiteren Vor-Ort-Terminen, Abstimmrunden und unzähligen Telefonaten mit den Firmen war Mitte April der große Tag gekommen: das Ausschreibungsteam machte sich auf den Weg zur Firma Magirus in Ulm. Dort erfolgte die Abnahme des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Ebenso erhielten die Köschinger Feuerwehrleute eine Einweisung in Bedienung, Pumpe und Beladung des künftigen „Arbeitstieres“.

Als das Fahrzeug die Heimreise antrat, wurde es schon sehnsüchtig von der aktiven Mannschaft und Bürgermeisterin Andrea Ernhofer erwartet. Unter den Klängen der Martinshörner und einer kleinen Feuershow wurde der künftige „Florian Kösching 40/2“, so der Funkrufname, begrüßt.

Viele leuchtende Augen – wie man sie sonst nur von Kindern an Weihnachten kennt – waren zu sehen, als der Neuankömmling von den Feuerwehrleuten unter die Lupe genommen wurde. „Probesitzen, Geräte ausprobieren und staunen“ lautete die Devise an diesem Abend. Auch Kreisbrandrat Martin Lackner ließ es sich trotz vieler weiter Termine nicht nehmen, die Köschinger Wehr zu besuchen. „Mit dem neuen Fahrzeug wurde das sehr gute Köschinger Fahrzeugkonzept fortgeschrieben“, drückte sich der oberste Feuerwehrmann des Landkreises anerkennend aus.

Einen würdigen Abschluss fand der gelungene Abend mit einem gemeinsamen Essen, dass die Firma Auto Service Krammel spendierte. Somit können die Wehrleute gestärkt in die Ausbildungseinheiten für ihr HLF starten. Die Einweihung mit kirchlichem Segen erfolgt im Rahmen des internen Florianstages am 4. Mai 2019.

 
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