27.07.2019 – Großalarm am Samstagnachmittag! Unzählige Blaulichtfahrzeuge von Feuerwehren und BRK steuerten heute Nachmittag mit Blaulicht und Sondersignal die Realschule in Kösching an. Hinter diesem Großaufgebot an Rettungskräften steckte jedoch kein Ernstfall, sondern eine unangekündigte Katastrophenschutzübung - organisiert vom BRK Kösching. Angenommenes Szenario war ein umgekippter Kanister im Chemiesaal, aus dem eine unbekannte Chemikalie austrat und eine davon ausgelöste Massenpanik mit mehreren Verletzten.

Mit dem Alarmstichwort "ABC Einsatz - Gefahrstoffaustritt im Gebäude" wurden die Feuerwehren Kösching, Lenting und Hepberg zur Realschule nach Kösching gerufen. Am Schadensort angekommen stelle sich die Lage als noch brisanter heraus, weil sich noch unzählige Personen im Gebäude befanden. Beim Versuch dieses zu Verlassen brach unter den anwesenden Leuten Panik aus, wobei eine Bühne einstürzte und mehrere Leute unter ihren Trümmern begrab. Aufgrund der Vielzahl an Verletzten wurde ein MANV-Lage (Massenanfall von Verletzten) ausgerufen, was neben den bereits alarmierten Rettungsdiensteinheiten noch die Schnelleinsatzgruppen (Katastrophenschutzeinheiten) des BRK auf den Plan rief. 

Nach einer ersten Sichtung der Patienten im Bereich der eingestürtzten Bühne durch eine Rettungswagenbesatzung wurden die eingesetzten Feuerwehren damit beauftragt, die Betroffenen je nach Brisanz und Verletzungsgrad sukzessive zu befreiten und aus dem Gefahrenbereich zur sogenannten "Verletztensammelstelle" zu transportieren. Von dort aus wurden sie von Sanitätern und Ärzten weiterbehandelt. Parallel rückten die ersten Feuerwehrtrupps unter Atemschutz ins Gebäude vor, um von dort weitere Personen zu befreien.

Mit der Beladung des Gerätewagen Logistik wurde dann ein Dekontaminationsplatz eingerichtet und zwei Trupps mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet. Im weiteren Verlauf begaben sich diese bis zum Chemiesaal um Informationen zur ausgetretenen Chemikalie in Erfahrung zu bringen, ein weiteres Auslaufen zu verhindern und den Gefahrstoff aufzufangen. Doch bevor sie bis zur Austrittsstelle kamen, mussten auch sie mehrere Betroffene - teils "Bewusstlose" aus dem direkten Gefahrenbereich retten und nach draußen übergeben.

Die Feuerwehr Kösching bedankt sich besonders bei den verantwortlichen Personen des BRK Kösching für die Organisation der Übung und bei allen Kräften, die dieses Szenario gemeinsam geprobt haben.
(Im Falle eines realen Einsatzes würde die Anzahl an Feuerwehren und anderen Rettungsmitteln jedoch bei Weiterem größer ausfallen.)

Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
Patrick Schäfer, BRK Ingolstadt.

Bildergalerie:

 
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