Feuer und Flamme für die Köschinger Wehr

12.01.2019 - Knapp 600 Mitglieder, 142 Einsätze und stolze 13.032 Dienststunden – dies sind nur einige Kennzahlen, mit denen die Feuerwehr Kösching das vergangene Jahr in Verbindung bringt. An ihrer jüngsten Generalversammlung ließen die ehrenamtlichen Brandschützer 2018 Revue passieren. Bei allem Rückblick auf ein Rekordjahr standen jedoch zwei verdiente Feuerwehrmänner im Mittelpunkt. ...



„Von kleineren Sturmschäden bis hin zu Explosionen musste von der Feuerwehr Kösching die komplette Bandbreite des Einsatzrepertoires abgearbeitet werden“, brachte es Kommandant Jürgen Meier bei seinem Rückblick an der Generalversammlung auf den Punkt. Dass 2018 ein herausforderndes Jahr für die rund 100 aktiven Wehrleute war, wurde anhand zahlreicher Bilder des Einsatzalltages deutlich. Vor allem die Impressionen des verheerenden Raffinerieunglücks im vergangenen September sorgten für betretene und beeindruckte Gesichter bei den 77 Versammlungsteilnehmern.

''Ihr seid immer zur Stelle, wenn man euch braucht - auf euch ist immer Verlass!'' - lobende Worte hatte Kommandant Jürgen Meier für seine Mannschaft parat.

Da viele der 142 Alarmierungen in den Nacht- und frühen Morgenstunden eingingen, sparte der Kommandant nicht mit Lob für seine Mannschaft: „Ganz egal wann der Piepser ruft – ihr seid immer zur Stelle.“ Die hierfür notwendige Schlagkraft holten sich die Floriansjünger bei zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen. Zusammen mit den Arbeitsstunden der Gerätewarte sowie den Teams von Brandschutzerziehung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung summierten sich die Dienstzeit auf stolze 13.032 Stunden – so viele wie noch nie zuvor!

Nach dem mustergültigen Protokoll von Schriftführerin Theresa Heckl folgte der Kassenbericht, der mit einem positiven Endergebnis schloss. So konnte Kassier Christian Liebhard ein deutliches Plus in der Kasse vermelden.

Dass die Feuerwehr Kösching über ein harmonisches Vereinsleben verfügt, davon überzeugte Vorsitzender Christian Wittmann in seinem umfangreichen Bericht.

„Ein Hoch auf Euch“, mit diesen Worten bedankte sich Vorsitzender Christian Wittmann bei allen Vereinsmitgliedern für deren Engagement und die große Unterstützung. In den vorhergehenden Ausführungen des Vereinschefs wurde deutlich, dass die Stützpunktwehr über ein intaktes und harmonisches Vereinsleben verfügt. So wurde die Kameradschaft bei zahlreichen internen Veranstaltungen, bei Besuchen vieler Gründungsfeste, dem Hallenfußballturnier der Stammtischler oder dem Marktschießen gepflegt. Großen Anklang bei der Bevölkerung fanden wieder das Floriansfest in Verbindung mit einem Tag der Offenen Tür sowie das Christbaumaufstellen. Weiter gefestigt wurde die Freundschaft zur Nachbarwehr Mailing mit dem erstmals durchgeführten „Verteiler Cup“ – einem Freundschaftsfußballspiel, den die Köschinger Wehr für sich entscheiden konnte. „Mit der Gründung eines Festausschusses für das bevorstehende 150-jährige Jubiläum unserer Wehr konnten wir im letzten Jahr einen großen Meilenstein setzen“, berichtete Christian Wittmann stolz. Den Anwesenden präsentierte er bereits die ersten Planungsergebnisse.

Dass es um die Zukunft der Feuerwehr Kösching sehr gut bestellt ist, davon konnte Jugendwart Michael Remmers überzeugen: Über 20 Mädchen und Jungen gehören derzeit der Jugendfeuerwehr an. „Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Feuerwehrdienst und Freizeitveranstaltungen konnten wir unseren Nachwuchs wieder mitreißen“, erzählte Remmers und fügte an: „Bei uns wird etwas geboten – neue Jugendliche sind jederzeit herzlich willkommen.“

In den Worten von Bürgermeisterin Andrea Ernhofer schwang sehr viel Wertschätzung für ihre Feuerwehrleute mit.

Von den Leistungen ihrer Feuerwehr überzeugt sich Bürgermeisterin Andrea Ernhofer nicht nur bei Versammlungen, Großübungen oder Leistungsabzeichen. Auch bei größeren Schadenslagen ist sie stets vor Ort – wie etwa bei einem Zimmerbrand in einer Unterkunft für Asylbewerber im vergangenen November. In den Worten der Rathauschefin an der Generalversammlung schwang daher viel Wertschätzung für die Aktiven mit: „Was ihr für unsere Marktgemeinde leistet, verdient unseren allerhöchsten Respekt.“ Angesichts der vielseitigen Einsätze nannte sie die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges (HLF 20), das im Frühjahr dieses Jahres ausgeliefert werden soll, eine notwendige und sinnvolle Investition in die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger.

Trotz den parallel laufenden Einsätzen aufgrund des starken Schneefalls hatte es sich Kreisbrandinspektor Franz Waltl nicht nehmen lassen, der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kösching beizuwohnen. Anerkennend drückte sich Waltl über die Stützpunktwehr aus. Hierbei hob er den Einsatz der Köschinger Floriansjünger bei der derzeitigen Schneekatastrophe im Raum Traunstein hervor. So waren zwölf Aktive seit dem Vorabend der Generalversammlung mit dem Freischaufeln von Dächern beschäftigt.

Zahlreiche Mitglieder konnten eine Ehrung für langjährige Dienstzeit oder jahrzehntelange Mitgliedschaft entgegennehmen. Hierzu gratulierte nicht nur die Feuerwehrführung, sondern auch Kreisbrandmeister Alois Girtner (stehend, 3. von links) und Bürgermeisterin Andrea Ernhofer (sitzend, rechts).

Zum Ende der Generalversammlung hin konnten zahlreiche Mitglieder geehrt bzw. befördert werden. Für zehnjährige aktive Dienstzeit wurden Kathrin Altmann, Susanne Altmann, Schriftführerin Theresa Heckl und Julius Hafner ausgezeichnet. Während Oliver Schilling auf 15-jährige Dienstzeit blicken kann, wurde stellvertretender Kommandant Markus Würzburger für sein 20-jähriges aktives Wirken honoriert. Mit Wolfgang Heimerer, Peter Markowski und Markus Sangl konnten drei Aktive für 25-jährige Dienstzeit geehrt werden.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Peter Licklederer und Fritz Ziegler ausgezeichnet. Vergleichsweise lang war die Liste der Jubilare, die dem Verein seit 40 Jahren angehören: Max Amberger, Reinhard Hamberger, Josef Heckl, Karl-Heinz Leidel, Leonhard Liepold, Rudolf Mahler, Volker Schirmböck, Klemens Winzinger und Paul Zimmermann. Seit fünf Jahrzehnten gehört Werner Freisinger der Freiwilligen Feuerwehr Kösching an.

Aufgrund ihres besonderen Engagements wurden junge Aktive zu Feuerwehrfrauen bzw. -männern befördert. In einem Fall wurde der Dienstgrad ''Löschmeister'' verliehen.

Bedingt durch den Übertritt von der Jugendfeuerwehr in die „Einsatzmannschaft“ konnten Andrea Altmann, Antonia Liebhard, Julia Lindl, Simon Liepold und Sebastian Schmailzl zu Feuerwehrfrauen bzw. –männern befördert werden. Auch „Quereinsteiger“ Benedikt Sewe wurde dieser Dienstgrad zugesprochen, während Oliver Schilling zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde. Dem neuen Gruppenführer Nico Binder wurde die Ernennung zum Löschmeister zuteil.

Eine nicht alltägliche Ehrung wurde zwei Urgesteinen der Wehr zuteil. So ernannte man Michael Sangl zum Ehrenmitglied. Als langjähriger aktiver Feuerwehrmann war er seit 1976 unzählige Male ausgerückt, um anderen zu helfen. Dies geschah vor allen Dingen als Maschinist. Unvergessen sind dabei bis heute seine Fahrten mit dem ehemaligen Zumischerlöschahrzeug. Dessen Bedienung stellte eine Kunst dar, die Michael Sangl wie kein anderer beherrschte. Große Verdienste hat sich das frischgebackene Ehrenmitglied als Fahnenträger erworben: Seit 1984 trägt er das Vereinswahrzeichen bei allen erdenklichen Anlässen bis heute stolz und zuverlässig voran.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Köschinger Wehr wurde Thomas Schmidt (Mitte) zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hierzu gratulierten Kommandant Jürgen Meier, Vorsitzender Christian Wittmann, Vize-Vorstand Stefan Lechermann und der stellvertretende Kommandant Markus Würzburger (von rechts)

Zum neuen Ehrenvorsitzenden wurde Thomas Schmidt ernannt. Damit würdigte man dessen jahrzehntelanges Engagement um die Köschinger Wehr – insbesondere um den Feuerwehrverein. So leistet Schmidt seit 42 Jahren aktiven Dienst – zunächst in Echenzell und seit 1986 in Kösching. Dort fungierte er lange Jahre auch als Gruppen- und Zugführer. Bereits im Jahre 1989 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. In dieser Funktion zeichnete er sich auch als Festleiter des 125-jährigen Gründungsfestes 1996 verantwortlich. Nur ein Jahr nach diesem großen Jubiläum rückte Thomas Schmidt auf den Posten des ersten Vereinsvorstands. Als Nachfolger von Egidius Nunner leitete er den Verein bis zum Jahre 2013. Mit herzlichen Worten wurden die Verdienste des neuen Ehrenvorsitzenden gewürdigt: „Thomas, für Dich war das Amt des Vorsitzenden keine bloße Aufgabe – es war Deine Berufung.“

Bildergalerie:

Ließ die letztjährige Generalversammlung Revue passieren: Schriftführerin Theresa Heckl.  Kassier Christian Liebhard konnte ein deutliches Plus in der Vereinskasse vermelden.  Attestierte dem Kassier eine astreine Arbeit: Kassenprüfer Michael Fichtner. Die Entlastung der Vorstandschaft durch die Versammlung ging einstimmig vonstatten.
Ehrung für 10-jährige aktive Dienstzeit: Kathrin Altmann.  Ehrung für 10-jährige aktive Dienstzeit: Susanne Altmann.  Ehrung für 10-jährige aktive Dienstzeit: Schriftführerin Theresa Heckl.
Ehrung für 15-jährige aktive Dienstzeit: Oliver Schilling.  Ehrung für 20-jährige aktive Dienstzeit: Stellvertretender Kommandant Markus Würzburger.  Ehrung für 25-jährige aktive Dienstzeit: Peter Markowski.
Aufgrund seines 25-jährigen Dienstjubiläums wurde Peter Markowski zusätzlich mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Diese Ehrung nahm Kreisbrandinspektor Franz Waltl (Zweiter von links) vor, ehe er zum Einsatz des Hilfeleistungskontingentes gerufen wurde.  Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Josef Heckl.  Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Max Amberger
Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Karl-Heinz Leidel.  Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Rudolf Mahler.  Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Klemens Winzinger.
Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Paul Zimmermann.  Beförderung zur Feuerwehrfrau: Antonia Liebhard.  Beförderung zur Feuerwehrfrau: Julia Lindl.
Beförderung zum Feuerwehrmann: Simon Liepold.  Beförderung zum Feuerwehrmann: Sebastian Schmailzl.  Beförderung zum Feuerwehrmann: Benedikt Sewe.
Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Oliver Schilling.

 
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