Beim Großteil unserer Einsätze tragen wir die "normale" Schutzkleidung. Bei manchen Schadensfällen reicht diese einfach nicht mehr aus! Doch egal ob Gefahrgutunfall oder ein umgestürzter Baum - wir haben für jeden Fall die passende Kleidung. Entdecken Sie hier unsere "Sonderanzüge"...

 

Chemikalienschutzanzug (CSA)

Bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen werden Chemikalienschutzanzüge getragen. Hierbei gibt es mehrere Varianten. Bei dem abgebildeten, blauen CSA handelt es sich um einen sogenannten "Vollschutzanzug".

Sowohl Gase- als auch feste oder flüssige Stoffe können diese Schutzkleidung nicht durchdringen. Im Inneren befindet sich ein Feuerwehrmann, der seine Atemluft aus einem Pressluftatmer erhält. Mit der Umwelt verständigt er sich über ein Funkgerät.
Dieser Chemiekalienschutzanzug lässt keinerlei Luftaustausch zu, sodass ein CSA-Träger maximal 20 Minuten eingesetzt werden kann. Dann ist der Wärmestau zu gross und die Atemluft geht zur Neige.

Neben vier "Vollschutzanzügen" hält die Köschinger Wehr auch noch vier "leichte Chemikalienschutzanzüge" bereit.

Diese sind im Vergelich zu den "schweren" Anzügen nicht gasdicht und eignen sich daher nur zur Ausübung von "leichten" Tätigkeiten ausserhalb des Gefahrenbereichs - beispielsweise das Bereitstellen von Geräten bei einem Gefahrguteinsatz.

 

Flammschutzanzug

Die Flammschutzkleidung ist ein mehrteiliger flammenhemmender, dauerhaft antistatischer, öl- und wasserabweisender Anzug zum Schutz gegen leicht entzündliche und tiefgekühlte Substanzen.

Diese orange Bekleidung wird in Verbindung mit einem Atemschutz- gerät getragen.
Den Feuerwehrmann schützt der Flammschutzanzug kurzzeitig vor Stichflammenbildung, da er mit einer abschließenden Kopfhaube mit Isotempverglasung und dahinterliegendem Flammschutzsieb ausgerüstet ist. Unter dem Anzug wird die normale Feuerwehreinsatzkleidung getragen.

 

Hitzeschutzkleidung

Bestimmte Brände - z.B. ein brennender Tanklastwagen - verursachen sehr hohe Temperaturen.
Damit sich Feuerwehrleute dennoch dem Brand soweit nähern können, dass eine Brandbekämpfung möglich ist, gibt es die sogenannten Hitzeschutzanzüge.

Diese bestehen aus einem speziellen Material, das die Wärmeentwicklung teilweise abweisen kann. Unter dem Anzug trägt der Feuerwehrmann die normale Atemschutzausrüstung.

 

Schnittschutz

Häufig kommt es vor, dass die Feuerwehr zu umgestürzten Bäumen nach Unwettern ausrücken muss. Diese Einsätze werden natürlich nur mit der notwendigen Schutzausrüstung abgearbeitet.

So steht für jede Kettensäge bei der Feuerwehr Kösching eine Schnittschutzjacke mit dazugehöriger Hose sowie ein "Waldarbeiterhelm" samt Gehörschutz und Visier zur Verfügung.

Was hat es eigentlich mit dem Schnittschutz auf sich? Nun, kommt man versehentlich mit dem Sägeblatt an eine Stelle, wird die Oberfläche des Schnittschutzes aufgetrennt und die Fäden im Inneren werden in die Kettensäge gerissen, wodurch der Antrieb blockiert wird und die Säge zum stehen kommt. Hierdurch können schwere Verletzungen ausgeschlossen werden.

 

Wathosen

Damit Feuerwehrleute bei Hochwassereinsätzen keine nassen Füße bekommen, werden Wathosen verwendet. Diese bestehen aus wasserundurchdringlichem Material - wie zum Beispiel Neopren. Die Gummistiefel sind dabei immer fest mit der Hose verbunden.

 

Insektenschutzanzug

Stellen Wespennester eine Gefahr dar, so rückt ebenfalls die Feuerwehr an. Wenn die Einsatzkräfte ihre Arbeit beginnen, versuchen die meisten Insekten, die "Angreifer" abzuwehren. Um sich vor den Stichen der - sonst so friedlichen - Tiere zu schützen, setzen wir Insektenschutzanzüge ein.

Ein solcher Anzug besteht aus stichfestem Material. Die Ärmel- und Beinöffnungen werden durch einen Gummizug verschlossen - somit soll verhindert werden, dass diese kleinen Tierchen ins Innere der Kleidung kriechen können. Die Handschuhe sind aus Leder und das Gesicht wird durch eine Hut-Netz-Komibination geschützt.

 
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