Erstmals wurde 2009 die "100er Marke" bei den Einsätzen geknackt. Stolze 107 Mal war die Feuerwehr Kösching zum Schutz der Bürger unterwegs. Die Alarmierungen teilten sich dabei in 15 Brände, 65 Technische Hilfeleistungen, neun Sicherheitswachen und 15 Fehlalarme auf.

Neben Standardmeldungen wie Ölspur, Gefahr durch Insekten oder Kleinbrand tauchten in der Statistik auch Geschehnisse auf, die den Einsatzkräften wohl noch länger in Erinnerung bleiben dürften.

So war die Köschinger Wehr Ende Februar wieder im Hochwassereinsatz. Brennpunkte waren hierbei unter anderem die Bahnhofstraße die Horschstraße sowie die Straße Richtung Dürrnhof.

Schuld an den Wassermassen hatte - genau wie vor drei Jahren - die einsetzende Schneeschmelze. Wegen des gefrorenen Bodens konnte das Tauwasser noch nicht versickern.

2. März 2009: Verkehrsunfall an der Ingolstädter Straße.   4. August 2009: Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes.
Mit einem brisanten Vorfall hatte unsere Wehr im März zu tun: Im Großmehringer Ortsteil Demling hatte ein stark alkoholisierter Mann gedroht, sein Wohnhaus in die Luft zu jagen. Unter Einbezug einer Verhandlungsgruppe sowie eines Sondereinsatzkommandos konnte der 57jährige jedoch widerstandslos festgenommen worden. Die Feuerwehr Kösching war mit dem kompletten Löschzug auf Bereitschaft, brauchte aber nicht einzugreifen.

24. August 2009: Verkehrsunfall in der Schlehensteinstraße.   24. August 2009: Personenrettung mit der Drehleiter in Lenting.
In den darauffolgenden Wochen folgte eine - für Köschinger Verhältnisse - arbeitsreiche Zeit. So mussten die Floriansjünger innerhalb von zehn Tagen zehn Mal ausrücken. Die Palette reichte dabei von drei Bränden, mehreren Fehlalarmen, einem größeren Ölunfall bis hin zur Verkehrsabsicherung am Frühlingsmarkt.

22. Juni 2009: Pkw-Brand in der Krankenhausstraße.   23. August 2009: Großbrand im InterPark.
Ein Großaufgebot an Feuerwehren war am Sonntag, den 23. August in den InterPark angerückt. In einem, dort angesiedelten Betrieb waren große Mengen an Hackschnitzel in Brand geraten.
Weitere Feuer mussten gegen Ende des Jahres gelöscht werden. So wurde man unter anderem zu einem brennenden Ofen in einem Lentinger Betrieb sowie zu einem Gartenhüttenbrand in die Köschinger Fortbergstraße gerufen. Bei letztgenanntem Einsatz wurden die Löscharbeiten durch eine "abblasende" Gasflasche erschwert. Anfang Dezember galt es dann noch brennenden Unrat am Köschinger Bauschuttplatz zu löschen.

2009 war auch ein Jahr kurioser und nicht alltäglicher Einsätze!
So war die Feuerwehr Kösching weimal aufgrund eines alten Hochzeits-Brauchs gefordert. Jugendliche aus einer Nachbarortschaft hatten eine längere Strohspur in Kösching gelegt. Diese werden unmittelbar vor einer Hochzeit gelegt und sollen zu den "Verschmähten" des Brautpaares führen. Nachdem das Streugut Feuer gefangen hatte, musste die Wehr anrücken. Ein zweiter Einsatz war nötig geworden, weil das Stroh von der Straße entfernt werden musste.

Ein weiter - nicht alltäglicher - Einsatz folgte im Juli: Es galt, eine Schlange in einem Holzschuppen in der Bahnhofstraße einzufangen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Tier um eine ungefährliche Ringelnatter, die von den Feuerwehrleuten eingefangen und wieder in die Freiheit entlassen wurde.

Zu einem tragischen und grausigen Einsatz musste die Köschinger Wehr hingegen Ende November 2009 ausrücken: Ein 27-jähriger Münchener befuhr mit seinem Audi die Autobahn in Richtung München. Kurz vor der Anschlussstelle Denkendorf verlor er aus unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich auf der Böschung und kam schließlich auf dem Dach zum Liegen.
Anschließend prallte ein Kleintransporter, den ein 52-jähriger Mann aus München steuerte, in das Hindernis. Der Audi begann daraufhin zu brennen. Während der Beifahrer, ein 24-jähriger Münchener aus dem brennenden Pkw befreit werden konnte, kam für den Fahrer jede Hilfe zu spät. Er verbrannte in seinem Fahrzeug.

 
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